Preisträger 2024/25:
NILS STRUNK
Für sein Gesamtkunstwerk
Die Schachnovelle.
Der zum vierten Mal vergebene Preis, der nach der Doyenne des Burgtheaters benannt ist, fand in diesem Jahr traurigerweise in Memoriam Elisabeth Orth statt, die am 17.Mai im neunzigsten Lebensjahr verstorben ist.
Die Jury schloss sich dem Votum des Publikums an und begründete die Entscheidung folgendermaßen:
„Nils Strunk lässt in der Tradition von Molière und Nestroy Autorenschaft, Regie und Schauspiel zu einem einzigartigen Stil verschmelzen. Seine Musik erzählt und kommentiert die Geschichte von Stefan Zweig, als Schauspieler schafft er es virtuos, in alle Rollen zu schlüpfen. Brillant wechselt er die Register und schafft es, in Zusammenarbeit mit seinem schreibenden Kompagnon Lukas Schrenk, Unterhaltung und den ernsten Inhalt der Zweig-Novelle zu vereinen.“


Preisträgerin 2023/24:
MAVIE HÖRBIGER
Für ihre Darstellung der Titelrolle in der Inszenierung „Peer Gynt“ (Regie: Thorleifur Örn Arnarsson).
Mavie Hörbiger hat in der Saison 2023/24 eine enorme Vielfältigkeit ihrer Rollengestaltung gezeigt. Von der emanzipierten, selbstbestimmten Célimène in Molières „Der Menschenfeind“ in der Regie von Martin Kušej über die Erna mit ihrer traurigen Ruchlosigkeit in „Kasimir und Karoline“ in der Regie von Mateja Koležnik bis zur Titelrolle in Ibsens „Peer Gynt“. Der Regisseur dieser Produktion, Thorleifur Örn Anarsson, begründete die Besetzung mit „ihrem souveränen Spiel zwischen Komik und tiefster Erschütterung und mit ihrem sensiblen Umgang mit Sprache.
Die Jury hat sich dieser Beurteilung angeschlossen. Darüber hinaus gab Mavie Hörbiger dieser Figur durch ihre Körpersprache eine starke Verletzlichkeit. Die Schauspielerin ist in ihrer Darstellung immer klar und präzise und kann mit wenigen Mitteln eine Figur kreieren.
Preisträger der Saison 2022/23
MICHAEL MAERTENS
insbesondere für seine Darstellung des gealterten Erfolgsmenschen Friedrich Hofreiter in Schnitzlers Stück „Das weite Land“.
Die Namensgeberin des Preises, Elisabeth Orth, sagte in einer Botschaft an den Preisträger:
„Seine feine Ironie, manchmal eine wie selbstverständliche Distanz, ein Hamburger im Wienerwald, beispielgebender Sprechkünstler, durchschaut er alles. Oder nur das, was ihm gerade des Durchschauens wert ist?
Möge er seine Rätsel bewahren!“


Der erste Elisabeth Orth-Preis für die beste schauspielerische Leistung auf einer der Bühnen des Burgtheaters in der Saison 2021/22 wurde im Rahmen einer Matinée am 18. September 2022 an
BIRGIT MINICHMAYR
verliehen. Sie erhielt die Auszeichnung nicht zuletzt für ihre Darstellung der Titelrolle in der Inszenierung „Maria Stuart“ (Regie: Martin Kušej).
